28.09 Aufbruch in den KNP
Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens.
Friedrich Hebbel |
Schon um sieben Uhr hat Sabrina wieder Vögel auf der Terrasse
erspäht. (wie wir inzwischen ermittelt haben Brownhooded Kingfisher) Was für ein Start in den Morgen. Kaum hat man sich an den
Vögeln auf der Terrasse satt gesehen, kann man direkt neben dem Appartement weiterschauen. Dort steht ein Baum mit roten Früchten, der alle Vögel der Umgebung zum
Frühstück einlädt. Leider sind sie zu fix für meine Kamera. Apropos Frühstück, da war doch noch was. Also schnell angezogen und rauf auf die Terrasse
zum Frühstück. An solch einem Morgen können wir verstehen warum man hierher auswandern will (das sind aber wirklich die Ausnahmen, die eigentlich immer noch
vorhandene Apartheid würde uns nie hierher ziehen lassen). Beim Auschecken erstehen wir noch schnell noch eine Map vom Krüger Nationalpark und brechen auf. Wir wollen
von weiter oben im Norden am Phalaborwa Tor in den Park. Die Fahrt dahin ist sehr einschläfern. Kilometerlange Straßen durchs Nichts und ab und an Leute die in der
sengende Hitze das ganze zu Fuß gehen. Wahnsinn, wir sind schon zwei Stunden unterwegs und dass mit 120 km/h. Wie lange laufen die armen Kerle denn nur? Endlich sind wir am
Tor. Wir geben unseren Voucher ab und lassen uns vom Parkranger über die maximal Geschwindigkeiten im Park
aufklären. Auf geteerten Straßen max. 50 km/h, auf unbefestigten max. 40 km/h, niemals aussteigen und auch keine Tiere füttern (mit uns, oder was? :-)). Alles
klar, das bekommen wir bestimmt hin. Um 13:30 Uhr betreten, äh befahren wir den Park. Gleich nach der ersten Kurve schon die ersten Tiere. Wunder- schöne
Rehe? Gleich mal in dem Buch das wir in Böhms Zeederberghous gekauft haben nachschauen, aha Impalas. Später stellen wir fest, das Impalas doch häufiger im Park
auftauchen und wir nicht gleich die ersten 40 Bilder mit ihnen hätten belichten müssen. Egal, kostet ja nix :-). So und weiter
geht’s (nach 25 Minuten Impala Photosession) und sofort wieder anhalten. Zebras! So geht es weiter. Zebras und Impalas hinter jeder Ecke. Mittlerweile verstehen wir, warum
wir andauernd von anderen Autos überholt wurden. Wir stellen fest, dass man gar nicht schneller als 50 km/h fahren will! Schon mit 30 km/h sieht man kaum noch was rechts und
links. Und plötzlich steht er da, ein Elefant. Wir hätten ihn bei 30 km/h fast übersehen (kein Witz) obwohl er fast direkt auf der Straße
stand. Beeindruckend wie dieser (kleine?) Kerl den Baum abfrisst. Das Problem am Sightseeing ist, dass wir bis 18:00 Uhr im Olifant Camp sein müssen. Nach 18:00 Uhr werden
die Tore geschlossen und man muss Strafe zahlen. Allerdings macht uns weniger die Strafe, als mehr die wilden Tiere, denen wir nicht nach Einbruch der Dunkelheit begegnen
könnten Sorge. Puh ... 17:45 fahren wir durchs Tor. Die Camps im Krüger Nationalpark sind mit Starkstromzäunen und Rangern gesichert, das sollte langen. An der
Campinformation wird uns das Bungalow 39 zugewiesen. Wir haben uns von Frau Böhm schon sagen lassen, dass die Camps im Norden älter und damit schlechter sind als im
Süden und genau so ist es auch. Die Hütte sieht zwar goldig aus, aber ist innen brühwarm und es stinkt nach Kloostein. Die Wände „glühen“. Na
ja, packen wir erst einmal aus und gehen zum Abendbrot. Als wir alles aus dem Auto ausgeladen haben stellen wir fest, dass die Bungalows keine abschließbaren Türen oder
Tresore haben. Also die Wertsachen wieder ins Auto bzw. mit ins Restaurant. Das Restaurant hat so einen gewissen Schullandheim Charme. Es ist
furchtbar dunkel und das Essen sehr fettig und teuer (!!!). Das einzige Highlight ist der (bestimmt) schwule Kellner. Eine Brille wie Bill Gates und ein Gang wie ein Super Modell
:-). Es gibt glaube ich so einen amerikanischen Blödelheini (Link zum Heini). Der Kellner sah genau so aus, nur eben 20 Jahre älter und entsprechend größer.
Zurück im Bungalow 29 erledige ich noch eine Kakerlake und wir gehen angewidert ins Bett.
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