Reisejournal
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09.10 Cango Caves & Cheetah Park

Frühstück im Headlandhaus Das Wetter überrascht uns mit Sonnenschein, so dass wir kurz überlegen unseren anfangs gefassten Plan - nach Oudtshoorn zu fahren - über den Haufen zu schmeißen um einfach nur in Knysna einen lazy day at the beach zu verbringen. Allerdings entscheiden uns nach dem Frühstück dann doch für eine „Kombi“ mit dem längeren Autotrip, schließlich sind wir ja zum schauen und nicht zum schwimmen hier. Wir starten relativ zeitig, halten uns dann aber verhältnismäßig lange bei einem Straßenverkäufer und der Entscheidung welche Giraffe mit uns die Heimreise antreten darf, auf. So verschenken wir doch einiges an Zeit, was zur Folge hat, dass wir nicht wie ursprünglich geplant um 9:30 Uhr bzw. 10:00 Uhr bei den Cango Caves sind, sondern laufenden Schrittes gerade noch die Führung um 12:00 Uhr ergattern. Somit ist klar, dass es mit dem liegen am Strand wahrscheinlich nix mehr wird. Aber erst mal durch die Caves. Auch hier haben die Cango Caves Südafrikaner wieder das Prinzip zugrunde gelegt: Wenn wir was machen, dann richtig! D.h. es führt ein zementierter Weg durch die gesamte Tropfsteinhöhle, die überraschender Weise ziemlich warm ist, obwohl wir uns ca. 600m unter der Erde befunden haben. Die Tropfsteinformationen sind in den verschiedensten Farben angestrahlt und wirken äußerst sehenswert und wir bekommen nun auch noch die Stein gewordenen Victoriafälle zu sehen. Aufgrund der mittlerweile fortgeschrittenen Stunden entschließen wir uns, auf die Besichtigung der Straußenfarm zu verzichten und kaufen nur das obligatorische Straußenei. Stattdessen fahren wir gleich zum Cheetah Park, damit auch wir noch vor unserer Abreise einen Cheetah zu sehen bekommen. Die Führung beginnt gerade als wir ankommen, zuerst mit Krokodilen und Alligatoren. Aligator in der Cheetah Conservation Foundation Hässliche, angsteinflößende Kreaturen, die selbst im Babyalter schon hämisch zu grinsen scheinen. Unser mittlerweile angesammelte Wissen wird diesmal um die Infos erweitert, dass Krokodiele bis zu 46 mal neue Zähne bekommen und sich das Alter nur bestimmen lässt, wenn man ein Krokodil tötet und die „Jahresringe“ in den Knochen zählt. Ich hoffe nur, wir können uns das alles etwas länger merken. Außerdem können Krokodile mit bis zu 60 Km/h durchs Wasser pflügen, wobei sie dann eigentlich nur noch mit dem Schwanz im Wasser sind. Irgendwie habe ich so was noch nie bei irgendwelchen Tierfilmen gesehen. Werde ich mal drauf achten. Nach den Krokodilen ging es dann zu den Raubkatzen. Als erstes zu den 7,5 Wochen alten Cheetah Babys. Einfach zu süß. Sahen noch gar nicht so richtig wie Cheetahs aus mit ihrem verstrubbelten Fell. Cheetah-Junges Aber sehr süß und tapsig. Dann weiter zu den vier Monate alten Kleinen der weißen Tiger. Die einzigen zwei weißen Tigerkinder der südlichen Hemisphäre. Schon nicht mehr ganz so drollig und tapsig wie die Cheetah Babies. Und dann den Vater der beiden, ein stattlicher weißer Tiger, da gibt’s ma nix. Die Löwen bekommen leider gerade eine Grundreinigung ihres Geheges, so dass wir die Löwen auch diesmal mehr schlecht als recht sehen. Dafür sehen wir Cheetahs, und das ist ja auch schon mal was. Der Höhepunkt kommt, als wir dann für eine Spende von R50 / Person in das Cheetahgehege dürfen und eine Cheetah kraulen dürfen. Etwas seltsam, aber nach dem „meine“ Cheetah dann tatsächlich anfängt zu schnurren hat man nicht mehr ganz so ein schlechtes Gewissen. Nach der Entgegennahme einer Urkunde, die bescheinigt, dass wir den Cheetahkraul überlebt haben, geht’s dann wieder in vollem Tempo zurück an die Küste. Leider hat sich das Wetter aber ein wenig verschlechtert, so dass es mit einem Bad im indischen Ozean zu später Stunden nichts mehr wird. Wir laufen stattdessen noch etwas am Meer auf und ab, bevor wir uns wieder Richtung Knysna begeben. Hier angekommen entscheiden wir uns dann doch noch mal Austern zu essen und machen uns auf zur Oyster Company. Wir versuchen uns zu zweit an der Seafood Platter, allerdings lässt mich Achim bei den Austern und den Muscheln schwer im Stich. Nachdem er sich überwunden hat, die erste Auster zu schlürfen, macht er nur noch den Vergleich: kultivierte vs. wilde Auster und zieht sich dann zum Fisch und den frittierten Calamari zurück. Ich kämpfe also mit den restlichen Austern und muss feststellen, dass ich dafür auch nicht noch mal Geld ausgeben werde und wende mich danach ausgiebig den äußerst leckern Muscheln zu. Die Gambas nehme ich auch noch mit, bevor mein Magen mir sagt, dass das dann doch langsam langt. Wir schaffen die Platte nicht ganz, verzichten aufs doggy bag und trinken hinterher wahrscheinlich den schlechtesten Grappa aller Zeiten. Wie lecker war da doch der Grappa in Böhms Zeederberghous …. Wir genießen die letzte Nacht bei Meeresrauschen im Headland house und haben endlich das Gefühl, unserer Mägen wieder voll unter Kontrolle zu haben.

 
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