Reisejournal
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10.10 Kap Agulhas

Reisen sollte nur ein Mensch, der sich ständig     
überraschen lassen will     
Oskar Maria Graf

Zum letzten Mal frühstücken mit diesem tollen Ausblick! Wir lassen uns deshalb ausgiebig Zeit. Abfahrt dann gegen 10:30 Uhr in Richtung Hermanus zum „wale spotting“. Das Wetter ist vom einen auf den anderen Tag wieder kühler und regnerisch, aber das stört beim Fahren ja nicht weiter. Kurz nach Knysna noch mal ein Stopp, um ein Hippo zu ergattern und dann weiter in Richtung Hermanus. Auf der Fahrt dann schnell noch mal Geld getauscht, wobei das auch hier wieder deutlich länger dauert, als im Norden. Sobald die Banken mit PCs ausgestattet sind, ist das Einlösen von TC eine echte Geduldsfrage. Leider sind wir erst kurz nach 12:00 Uhr in George, so dass wir jetzt doch erheblich aufs Gaspedal drücken müssen, wenn wir noch rechtzeitig in Hermanus ankommen wollen; zumal wir ja noch über Kap Agulhas fahren wollen, dem südlichsten Punkt von Afrika. Achim tut sein möglichstes, damit wir vor 16:00 Uhr am Leuchtturm sind. Vermeintlich sind wir in Bredasdorp ja schon ganz nah, aber bis Kap Agulhas sind es noch mal 200 km. Irgendwann sind wir tatsächlich da und der Leuchtturm hat zum Glück noch offen. Zu unserer grenzenlosen Begeisterung kommt sogar noch die Sonne raus und so machen wir uns nach einem kurzen Kaffee im Leuchtturm bei starkem Wind aber Sonnenschein auf, die letzten Meter zurückzulegen, um den südlichsten Punkt Afrikas zu betrachten, an dem der indische Ozean auf den Atlantik triff.
Danach geht’s weiter in Richtung Hermanus, wieder in eiligem Tempo, um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir in Hermanus an und finden dann auch relativ fix unser B&B. Die Zimmer sind ok, etwas feucht vielleicht aber natürlich kein Vergleich zum Headland House.
Da wir so spät sind, machen wir uns gleich auf zum Essen, was sich als unser Glück herausstellt. Wir fahren zu einem Restaurant mit angeblich nicht so toller Küche, dafür tollem Ausblick und … gleich um die Ecke. Das Essen schmeckt trotzdem äußerst gut und wir fragen uns, was unserem Vermieter hier nicht schmeckt. Das Lokal ist auch bis auf drei Tische komplett ausgebucht, so dass wir froh sein können so früh gewesen zu sein, sonst hätten wir keinen Sitzplatz mehr bekommen. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass anscheinend der Koch gewechselt hat und das Lokal nun seit neuestem eine exquisite Küche besitzt. Das hatte unser Vermieter vergessen und jetzt ist seine Aussage, dass das Restaurant auch ihm sehr zusagt.

 
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