Reisejournal
zurück Inhalt weiter

15.10 Capetown 3/3

Der Tag startet in dem die Sonne uns weckt. Was für ein Start! Hatten wir auch die ganze Nacht das Gekläffe von zwei Kötern zu ertragen, ist es jetzt dafür alle um so schöner. Wir entschließen und sie Sonnenstrahlen zu nutzen und fahre deshalb in den Kirstenbosch Botanical Garden. Eine wunderschöne Anlage. Mit sehr viel Liebe gestaltet und bei dem Wetter genau das Richtige. Wir wandeln die verschiedenen Pfade und Gärten entlang, sehen Blüten und Bäume, die wir vorher noch nie gesehen haben und auch welche, die wir schon gesehen haben, wo wir jedoch nie wussten, wie sie heißen. So erfahre ich endlich, dass dieser schöne rot blühende Baum, den wir seit unserer Ankunft in Südafrika bewundern, ein Korallenbaum ist. Allerdings in keinster Weise ähnlich zu den Korallenbäumchen, die es bei uns zu kaufen gibt. Die botanische Bezeichnung wird sicher deutlich anders sein. Wir wandeln durch diesen schönen Park, bis wir Hunger bekommen, essen dann noch sehr lecker im Restaurant und entschließen uns danach noch das Weingut „Groet Constantia“ zu besuchen. Wenn wir es schon nicht bis Stellenbosch schaffen, machen wir wenigstens hier eine kurze Weinprobe. Es stellt sich raus, dass eine deutsche Verkäuferin vor Ort ist, die uns ihr halbes Leben erzählt, wodurch sich die Weinprobe länger hinzieht als geplant. Wir kaufen die ein oder andere Flasche und lassen sie uns nach Weinheim liefern, da sie in Deutschland ein Auslieferungslager für ihren Wein haben. Etliche Euro ärmer versuchen wir unsere möglichstes, noch den High Tea im Mount Nelson Hotel zu uns zu nehmen. Aber die Geschichten der deutschen Verkäuferin waren dann doch zu viele und so kommen wir leider fünf Minuten zu spät im Hotel an. Ist aber nicht weiter tragisch, da wir ja schon im Victoria Falls Hotel unseren High Tea genossen haben und der war definitiv der bessere. Die Buffet Auswahl mag zwar etwas mehr gewesen sein, wie wir auf unseren ersten Blick schätzen, dafür fehlt jegliche Aussicht, Plüschsessel im Foyer/Tearoom des Hotel und auch die angerichteten Köstlichkeiten auf der Etagere haben irgendwie mein Auge nicht erfreut. Ich schätze nur in England selbst kann der High Tea stilvoller sein, als er im Victoria Falls Hotel war und selbst da bin ich mir nicht sicher. Ob des entgangenen Kuchens düsen wir nochmal ins Einkaufszentrum, da wir dort gestern eine Konditorei mit auserlesenen Mini-Törtchen gespottet hatten. Wir schlagen voll zu, jeder zwei fette Sahne-Buttercreme-was-auch-immer Törtchen und leicht überfressen machen wir uns nochmal in Ruhe auf durchs Einkaufszentrum. Wir erstehen mal wieder Bücher, Tabletten für meinen immer noch leicht rebellierenden Magen und machen uns dann irgendwann wieder auf Richtung Hout Bay. Da wir nach diesen fetten Sahnetörtchen nicht wirklich hungrig sind, testen wir die Fischermans Warf in Hout Bay. Mal wieder eine Seafoodplatter, aber diesmal sind wir schlauer und bestellen nur die Platte für eine Person und teilen sie, ohne Vorspeise! Das Essen ist leider nicht so gut. Da hatten wir schon deutlich besseres, aber die Einrichtung innen ist witzig und so ist es zwar nicht der beste Abschluss, aber durchaus ein guter. Obwohl wir eigentlich noch vorhatten schon mit dem Packen anzufangen, beschließen wir direkt ins Bett zu gehen, da wir leider schon wieder total müde sind. Der Wecker wird extra früher gestellt.

 
zurück Inhalt weiter