16.10 Home sweet home
Was ich beim Reisen am meisten liebe, ist das Erstaunen bei der Rückkehr.
Es verklärt die albernsten Menschen und die nichtigsten Dinge.
Stendhal |
Nachdem wir ja eigentlich heute nochmal morgen fix zu den Robben fahren wollten, schmeißen wir den Plan spontan
um, als der Wecker um 6:00 Uhr klingelt und es draußen regnet. Bei diesem Wetter können wir uns definitiv was Besseres
vorstellen, als auf einem Boot mit leichtem Seegang im Regen zu stehen. Wir drehen uns deshalb nochmal kurz um und stehen dann erst um 6:30
Uhr auf. D.h. besser gesagt, natürlich steht mein Schatz zuerst auf und ich genieße noch ein paar Minuten im Bett. Das Wetter
draußen ist regnerisch, kalt, ungemütlich und so starten wir ganz gemütlich mit dem packen. Das verpacken der Giraffe ist
dann doch eine größere Angelegenheit, die uns ca. eine Stunde beschäftigt. Als wir damit fertig sind und
gefrühstückt haben, klart das Wetter auf und wir hätten ein super Wetter gehabt, wären wir mit dem Boot um 10:15 Uhr
gefahren. Tsja, so ist das eben mit dem von einer auf die andere Sekunde wechselnden Wetter in Südafrika. Wir nutzen die Zeit, um in
Ruhe die Koffer fertig zu packen. Sind mehr als überrascht, dass wir alles so gut untergebracht haben und fahren dann vollbepackt ein
letztes Mal zum Hafen, um dort Fisch & Chips zu essen. Während wir noch die ersten Chips essen, kommen zwei Schulbusse, die 207
SchülerInnen ausspucken und ruck zuck sitzen wir inmitten einen Horde schwarzer GrundschülerInnen. Was leider sofort
auffällt ist, dass jedes Kind nur ein Brötchen, Pommes und eine Coke bekommt. Nicht das der Fisch jetzt das nahrhafteste
wäre da er ja in Panade schwimmt, aber doch etwas mehr und gesünder, als nur ein labbel Brötchen mit Pommes. Auch
wenn’s nicht wirklich weiterhilft, entschließen wir uns deshalb spontan etwas von den Rand die wir noch übrig haben in die
Klassenkasse zu spenden. Die Anfrage bei der Lehrerin ergibt, dass sie gerne eine Spende annimmt und so spenden wir eine Kleinigkeit
– der Tropfen auf den heißen Stein, aber von Herzen. Danach geht es zum Flughafen und ab zurück nach Deutschland mit
Zwischenstopp JoBurg. Schnell ging‘s auf einmal rum – und die Wetteraussichten in Deutschland sind auch nicht gerade
verlockend. Schön war‘s. Nix zum Leben, aber die Natur und die vielen Tiere, da könnte man natürlich noch viel sehen
und oft herkommen. Mal sehen wann‘s uns wieder hierher oder in ein anderes afrikanisches Land verschlägt. Zu sehnen gibt’s
da sicher noch genug.
- THE END -
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